Stage 1 mit sanfter Leistungsentfaltung in Gang 1 und 2?

  • Moin zusammen,

    das ist meine Idee für meinen neuen Octavia RS 245:

    Ich habe bei der Probefahrt schon gemerkt, dass er selbst serienmäßig bei Vollgas in den ersten Gängen ordentlich mit der Traktion kämpft und teilweise bis in den dritten Gang spult beziehungsweise kurz Leistung wegregelt.

    Grundsätzlich hätte ich später gerne etwas mehr Leistung, aber nicht um jeden Preis. Mir würden ungefähr 300 bis 320 PS völlig reichen und ich möchte dafür so wenig wie möglich umbauen.

    Meine Überlegung wäre deshalb, die Abstimmung in Gang 1 und 2 bewusst etwas sanfter zu machen und das volle Drehmoment erst ab dem dritten Gang freizugeben. Unten herum also kontrollierter und linearer, dafür oben raus und in den höheren Gängen mehr Druck.

    Mir geht es nicht um Pops & Bangs oder eine möglichst hohe Prüfstandszahl, sondern darum, die Leistung auch vernünftig auf die Straße zu bekommen.

    Was haltet ihr von der Idee? Hat jemand seinen Fronttriebler ähnlich abstimmen lassen? Wie sind eure Erfahrungen mit gangabhängiger Drehmomentbegrenzung, Motor- und DSG-Software?

  • Interessante Frage. Ich lese hier gerne mit.


    Bedenke aber, dass man vielleicht auch am Fahrwerk was verbessern könnte. Mein RS 245 ebenfalls als Frontkratzer trampelt beim vollen Beschleunigen in den ersten beiden Gängen, besonders wenn's feucht ist. Dies müsste mit anderen Stoßdämpfern zu verbessern sein. Ich hatte hier dazu schon mal gefragt, aber keine praktikable Antwort bekommen.


    Ein anderer Punkt wären haftstärkere Reifen (die dann aber im Nassen Defizite haben dürften). Das überlege ich mir gerade, da meine beiden Sommerreifensätze zum Herbst fertig sein werden.


    320 PS finde ich aber schon arg ambitioniert bei diesem Motor. Der S3 hat sicher andere hochwertigere "Innereien".


    Anderer Tipp, kauf Dir nen Hecktriebler. Mit einem Mustang und davor den BMWs hatte ich noch nie Traktionsprobleme beim Beschleunigen ;-)

    Viele Grüße, Thomas



    2019er Octavia RS 245 Kombi (gebraucht seit 05/2023), schwarzmetallic, TEC Speedwheels GT Evo 8x18 ET45, 225/40x18 Goodyear Eagle F1 asym6, Zimmermann gelochte Bremsscheiben/ATE-Ceramic-Beläge, div. Akzentstreifen

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  • Ich hab das dcc und hab schon geschaut zwecks dem kw mit dcc aber erst mal auto haben und dann Stock fahren . Umbau dann ab 2027 denke ich


    Han ja noch ein kleines Allrad Monster in der Garage :D Reiden sind P zero drauf die sind ja recht weich

  • Ich schmeiße da mal die Burger-Motorsport-JB4 ein. Sollte 300PS problemlos erreichen (laut TÜV-Eintragung 305PS) und du kannst sowohl in den ersten Gängen die Leistung minimieren als auch händisch den Ladedruck variabel einstellen.

    Ich nutze die Box auch als flexibles Tool, um je nach Wunsch die Motorcharakteristik zu verändern. So quäle ich bei meiner Stage 2 die Reifen und den Motor (Thema Turbo-Surging) nicht unnötig im unteren Drehzahlband.

    Skoda Octavia RS Combi 2.0 TSI vFL (Sportline-Kit, Brock B38 19", HJS-Downpipe, HF-Series Inlet, APR-PEX, Stage 2 + JB4)

    Seat Exeo ST 2.0 TSI by MTM ..sold

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  • Vorab wären ein paar Fragen, die ich noch in den Raum stellen möchte

    Als allererste: warum? Du merkst ja schon, dass er die Leistung in den ersten Gängen nicht auf die Straße bekommt. D.h. wirklich relevant wäre die Mehrleistung dann auch wieder erst im Geschwindigkeitsbereich jenseits der 130. Lädst du so oft jenseits der 130 voll durch, dass das wirklich Sinn ergibt?

    Dann ist dir bewusst, dass das Auto mit so einer Modifikation markant an Restwert verliert? Autos mit Motortuning will so gut wie niemand kaufen, da man nie weiß, was genau von wem gemacht wurde. Außerdem bedeutet mehr Leistung (wenn man sie abruft) auch immer mehr Verschleiß. Da man als Käufer nicht weiß, wie oft der Vorbesitzer die Mehrleistung auch abgerufen hat (mutmaßlich häufig, sonst hätte er das viele Geld ja nicht für die Steigerung ausgegeben), muss man davon ausgehen, dass der Motor stärker verschlissen ist, als bei einem anderen ohne Tuning.


    300 PS sollte mit einer reinen Kennfeldoptimierung ohne weitere Umbauten noch halbwegs standfest gehen.

    Da du aber, wenn ich das richtig raus lese (Mehrleistung nur ab 3. Gang) spezielle Anforderungen hast, solltest du zu einem erfahrenen Optimierer gehen, der einen eigenen Prüfstand hat und das Auto individuell auf der Rolle nach deinen Bedürfnissen abstimmt. Wäre grundsätzlich die empfehlenswertere Variante. Ist aber eben auch teurer.

    Ich würde das nicht mit meinen Fahrzeugen machen, aber wenn, dann wäre meine Anlaufstelle TD Performance in Dresden. Der macht viel VAG und hat auch einen eigenen YT Kanal, auf dem man gerade zwischen den Zeilen gut mitbekommen kann, wie viel Erfahrung und Ahnung die dort mit den Motoren haben.


    Und dir sollte klar sein, dass so eine Leistungssteigerung mit dem mehr oder weniger Zwang nach Super Plus, je nach Leistungsniveau sogar nach Aral Ultimate einher geht. Klar haben die Motoren eine Klopfregelung, die verhindert aber nur den sofortigen Motorschaden. Mögen tut der Motor das trotzdem nicht. Bei häufigen Fahrten ins Ausland kann die Suche nach Super Plus schnell zur Odyssee werden

  • Genau, ich tanke ja jetzt schon mit der Serienleistung SuperPlus, weil es Videos gibt, dass der Motor da schon nahe bzw. in der Klopfregelung läuft. Oder war's das Klingeln? Egal.


    300 PS sind beim Frontkratzer m.M.n. sinnbefreit.Und es dürfte schon einen Grund geben, warum ABT ein Tuning nur für die Automatik angeboten hatte.


    Wie schon mal gesagt, mein Mustang als Hecktriebler beschleunigte viel besser, auch auf der Autobahn bis Vmax. Aber mir fehlt beim Octavia trotzdem nichts wirklich.


    Was man VIELLEICHT überlegen könnte, wäre eine DEZENTE Drehmomentanhebung, um (noch) schaltfauler fahren zu können. Dies dürfte gut gemacht sogar den Spritverbrauch reduzieren. Andererseits, wieviel mehr Sprit kannst Du verblasen, bis das Geld des Tunings aufgebraucht ist?

    Viele Grüße, Thomas



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  • Also, Fahrzeuge mit mehr als 245PS und Frontantrieb, gibt es auch in Serie. Man schaue sich da nur mal bei Cupra und Honda um. :-) Schöner ist natürlich Allrad, da es weniger Benutzerfehler beim Anfahren gibt :-)

    Drehmoment und Leistung sind nicht zwangsläufig das Gleiche. Ich behaupte, selbst mit 180PS bekommt man die Räder permanent zum Durchdrehen, ist halt nur sinnfrei. Jedoch kommt man mit einem gut dosierten Gasfuß zurecht. Unabhängig vom nackten Motortuning, kann man mit Rad-Reifen und Fahrwerk auch einiges erreichen, was Traktion angeht.

    Außerdem gibt es Beschleunigung nicht nur an der Ampel. Ich persönlich halte besonders den 100–200‑km/ h-Vergleich für optimal.


    endlichoctavia : Du hast da einen Denkfehler drin. Es ist korrekt, dass der Heckantrieb durch die nach hinten wandernde Masse beim Beschleunigen am Anfang, einen Traktionsvorteil hat. Dieser Vorteil ist aber bei Geschwindigkeiten jenseits der 100 wieder ein Nachteil. Der Weg von Frontmotor zu Heckantrieb birgt eine höhere Verlustleistung. Daher ist dein Heckantrieb bei höheren Geschwindigkeiten rein physikalisch/leistungstechnisch ein Nachteil. Beim Allrad ist das dann noch etwas ausgeprägter. Daher wird dein Mustang mit Heckantrieb an der Ampel in der Regel schneller sein, auf der Autobahn sicher nicht.

    Immer im Vergleich ähnlicher Leistung.

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  • Wo soll die höhere Verlustleistung bei längs eingebauten Motoren herkommen? Nur durch die Kardanwelle? Halte ich für ein Gerücht.


    OK, im Differential muss ich wieder umlenken?


    Mich interessieren diese theoretischen Überlegungen auch nur am Rande, wichtig ist was rauskommt ;-)


    Ich rede bei meinem ehemaligen Mustang von über 70 PS mehr und durch den größeren Hubraum auch mehr Drehmoment ;-) Und der marschierte DEFINITIV besser auf Vmax bis in den Begrenzer.


    Wenn wir es schon genau nehmen, ist es beim Fronttriebler sicher von Nachteil, wenn der Motor längs eingebaut ist, was ja (zumindest in der Vergangenheit) auch schon der Fall war ;-)


    Dass es reine Frontkratzer mit serienmäßigen 300+PS gibt, mag ja sein, ist aber m.E. sinnbefreit, da ja mein Octavia schon die 245 PS beim Serpentinenräubern nicht gut auf die Straße bekommt (0-100 interessiert mich übrigens auch nicht die Bohne, von daher kann ich mit meinem Handschalter sehr gut leben).


    CUP-Reifen will ich halt nicht, da es auch im Sommer mal 10 Grad und Regen geben kann (alles schon selbst erlebt).


    Nicht falsch verstehen, ich bin mit meinem Octavia super zufrieden. Wenn ich aber beim nächsten Auto auch wieder in die 200+ PS-Liga will, wird's ziemlich sicher ein Hecktriebler (sofern es dann nicht sowieso nur noch für mich unnötige Allradler gibt) :-(


    Wir weichen aber stark vom Thema ab ...

    Viele Grüße, Thomas



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  • Leistungsverluste beim Hinterradantrieb kommen hauptsächlich von der doppelten Umlenkung in der Kardanwelle und dem Stirnradgetriebe im Diff-Eingang. Bei einem quer eingebauten Frontmotor mit Frontantrieb hast du diese Umlenkung halt nicht, das sind alles nur Stirnradgetriebe, die wesentlich effizienter sind.


    Und doch, ich halte das schon für relevant. Meine Frage war ja nach dem warum. Wenn es um mehr Spaß beim Kurvenräubern geht, würde ich eher Geld in Fahrwerk und Reifen investieren. Gerade bergauf (und die meisten Kurven hat man ja nun mal in den Bergen) ist der Frontkratzer nur am Stempeln. Da hilft dir halt die Mehrleistung nicht. Auch beim Auffahren auf die Autobahn nicht. Erst, wenn man jenseits der Richtgeschwindigkeit durchlädt, macht die einen Unterschied. Wenn einem das wichtig ist, dann soll man das machen. Man sollte sich nur vorher Gedanken machen, ob das wirklich das ist, was man will. Der einzige Grund, warum man heutzutage auf 100-200 Zeiten gegangen ist (statt 0-100) ist ja, dass man bei 0-100 in den Ergebnissen die Frontkratzer alle beieinander gruppiert hat, dann die Hinterradangetriebenen und dann die Allrad. 100-200 wurde eingeführt, damit die Gölfe wieder mitreden dürfen ^^

  • Ich glaube, wir reden etwas aneinander vorbei. 😄

    Ich möchte aus dem Octavia keinen Rennwagen und auch keinen Ersatz für meinen TT machen. In der Garage steht noch mein TT-Projekt mit Quattro und rund 600 PS. Wenn ich maximale Leistung, Traktion und völlige Eskalation will, habe ich dafür später das passende Auto.

    Der RS soll bewusst etwas anderes werden: ein schneller, spritziger und alltagstauglicher Kombi.

    Mir geht es gerade nicht darum, in Gang 1 und 2 noch mehr Drehmoment draufzugeben. Genau das möchte ich vermeiden. Ich hätte unten herum lieber eine bewusst sanfte und lineare Abstimmung, damit er nicht nur spult, stempelt oder die Leistung direkt wieder wegregelt.

    Ab Gang 3 darf er dann aber gerne deutlich kräftiger marschieren und oben heraus ordentlich Meter machen. Also nicht maximale Prüfstandsleistung, sondern eine sinnvolle Leistungscharakteristik.

    Ein Setup um 300 bis 310 PS mit moderatem Drehmoment, sauberer DSG-Abstimmung und gangabhängiger Begrenzung wäre für mich wahrscheinlich vollkommen ausreichend.

    Kurz gesagt:

    Unten kontrolliert, oben Druck.

    Kein Pop & Bang, kein Ampelrennen und kein unnötiger 500-Nm-Hammer bei 2.500 U/min. Einfach ein Kombi, der seine Leistung vernünftig auf die Straße bekommt und beim Durchbeschleunigen trotzdem richtig Spaß macht.

    Meinen TT habe ich zusammen mit Stefan Simoneit aufgebaut. Wenn ich beim Octavia softwareseitig etwas machen lasse, wäre er deshalb wahrscheinlich auch meine erste Adresse. Ich glaube, dass der Mann ziemlich genau weiß, was er tut – und vor allem eine Abstimmung umsetzen kann, die nicht nur auf dem Papier eine hohe Zahl produziert, sondern zum Fahrzeug und zum gewünschten Einsatzzweck passt.

    Genau darum ging es mir bei meiner Frage: Hat jemand so eine bewusst gangabhängige und oben heraus leistungsorientierte Abstimmung bereits beim RS 245 umgesetzt und kann aus eigener Erfahrung berichten?

  • Wie gesagt ich habe eine Stage 2 auf dem Steuergerät, welche ich mit dem JB4 nach belieben verändern kann. Dahingehend kann ich die Leistungsbegrenzung auch nur in den Gängen 1 & 2 einstellen.

    Bei einer Einzelabstimmung kannst du ja vorgeben was du möchtest. Herr Simoneit hat sogar ein YT-Video mit einem Octavia RS online. Ist dann zwar kein 245PS-Version, allerdings spielt das glaube ich kaum eine Rolle.

    Bis 300 PS wirst du es mit dem Ladedruck hinbekommen, darüber hinaus kommst du über eine Zündwinkelveränderung nicht umher. Dann benötigst du zwangsweise Hochoktan-Sprit, sonst hast du nichts davon.

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  • Der Motor ist ja grundsätzlich überall derselbe im O5, ob nun 245, 230 oder Vorfacelift.

    Und du wirst um eine individuelle Abstimmung nicht herumkommen. Den Partner hast du ja offenbar schon.

    Ich habe seit mehr als 4 Jahren das APR- Stage 1 inkl. PEX Filter und Intake. Damit tut er, was er soll: Er kann,aber muss nicht.

    Den Motorschaden durch thermische Überlastung mit Wiederaufbau habe ich allerdings auch schon hinter mir.

    Es gibt ja neben Siemoneit noch viele andere interessante Videos über den EA888.

    ...Wie aus dem Ei gepellt...

  • Das hatte ich gar nicht mehr auf dem Schirm. Du hast das auch nur im "was hast du heute mit deinem RS gemacht" Thema geschrieben, oder?


    Magst du vielleicht die ganze Geschichte nochmal. In einem eigenen Thema niederschreiben, damit man das wiederfindet?


    Habe dich mal gestalked und hier fängt das wohl an.

    RE: Was habt Ihr heute an eurem RS gemacht?

    Zum endgültigen Umfang hast du nur den Preis geschrieben (7.200€). Was müsste denn alles gemacht werden?

    Hast du das Tuning danach drauf gelassen oder wieder zurück gebaut bzw was anderes rauf gemacht?


    Wenn du magst gerne in einem eigenen Thema, dann würde ich da nochmal fragen :)

    Dann spammen wir ihm hier nicht sein Thema zu

  • Naja, ich hab ja nix gemacht, sondern machen lassen, von der Werkstatt meines Vertrauens...

    Deshalb schrieb ich ja von den thermischen Problemen gibt's einige Videos...

    ...Wie aus dem Ei gepellt...