Gesamtkosten Elektro vs Plug in vs Diesel vs Benzin

  • Hi


    Ich bin gerade über einen recht interessanten Artikel des ADAC gestolpert. Die haben mal die Realkosten von Elektro / Hybrid Autos mit vergleichbaren Benziner/Diesel Varianten gegenüber gestellt und verglichen.

    Zu den Gesamtkosten zählt ja weit mehr als nur Anschaffung und Sprit.

    Die haben dabei wirklich alle erwartbaren Kosten eingerechnet und auch sowas wie Kaufprämien und Steuervergünstigungen berücksichtigt. Dann alles auf eine Jahresfahrleistung von 10, 15, 20 und 30.000km gelegt und für eine Nutzungsdauer von 5 Jahren hochgerechnet.


    Dabei gibt es ein paar ganz interessante Ergebnisse.

    Zum Beispiel sind bei einigen teuren Modellen (z.B. Audi Q5 oder BMW i8 zu 840i zu 840d) tatsächlich die Benziner die günstigsten bei allen genannten Jahresfahrleistungen.

    Der neue Octavia RS steht noch nicht mit drin aber beim Superb haben sie den 160 kW hybrid mit 140kW Benzin und Diesel verglichen und ausgerechnet bei geringen Jahresfahrleistungen fällt der Kostenvorteil für den Hybriden besonders deutlich aus.

    Superb Kombi Kosten in Cent/km für 10.000km/Jahr

    Hybrid: 73,3

    Benzin: 88,9

    Diesel: 90,5


    Fur 20.000km/Jahr:

    Hybrid: 47,0

    Benzin: 54,2

    Diesel: 53,4


    Nachzulesen hier:

    https://www.adac.de/rund-ums-f…ktroauto-kostenvergleich/

  • badworseme Danke für den Link! :thumbsup:

    Gedanke dazu: Wie sieht diese Tabelle aus, ohne die Kaufprämien?

    Denn mit diesen wird im Grunde versucht diese Technologie die Käufer schmackhaft zu machen und sie damit auf den Markt zu drücken.

    Octavia Combi III 2.0 TDI DSG Green tec RS; Race-Blau Metallic







  • Denn mit diesen wird im Grunde versucht diese Technologie die Käufer schmackhaft zu machen und sie damit auf den Markt zu drücken.

    Und damit die Akzeptanz bei den Kunden für diese Technologie (hoffentlich) zu steigern, wodurch langfristig die Stückzahlen steigen und die Produktionskosten sinken.

    Nebenbei darf man nicht vergessen, dass Fahrzeuge mit Verbrennermotor langfristig immer teurer werden aufgrund der immer aufwändigeren Abgasnachbehandlung.

    (Dabei muss man Hybride als Zwischenschritt zum reinen E-Auto sehen (Batterie / Wasserstoff sei mal dahingestellt)

    Daher versucht man, dem Kunden die Angst vor neuem mit einer Prämie zu nehmen.


    Man hat ja anfangs immer Angst vor neuem.

    ->

    "Diesel? Im PKW? Wat soll denn der Schwachsinn? Dat is für LKW und Busse! Die qualmende Schei...!

    Klingt wie'n Traktor. Vibriert wie Sau. Hat keine Leistung und tanken ist ne Riesen Sauerei.

    Mit sportlichem fahren müssen wir gar nicht erst anfangen!

    Wie kann man nur auf die Idee kommen, einen Diesel in einen PKW einzubauen?

    Wer sowas kauft, hat ja nich mehr alle Latten am Zaun!"


    Derartige Diskussionen hat mein Vater (und viele andere) Ende der 1970er Jahre zu hauf geführt.

    Dann hat er von seinem Chef mitte der 1980er einen Diesel als Dienstwagen bekommen und war gezwungen, sich mit "dieser Schei...." anzufreunden.


    Offensichtlich war es wirklich Schei..., denn der Diesel-PKW hat sich ja nie so richtig durchgesetzt. Oder etwa doch?

    Bisher: Combi TDI DSG, Business Traveller, ACC, Proaktiver Insassenschutz, Kessy incl. Alarmanlage, Parklenkassistent, Vollleder mit roten Ziernähten, Canton Soundsystem, Variabler Ladeboden, Rallye-Grün-Metallic
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    Aktuell: Combi RS245 DSG, Mit 'alles' außer Panoramadach und Standheizung
    - Bestellt (KW28 / 2017)
    - PW: KW8 (2018)
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  • In Deutschland eher schlecht, weil Strom hier vergleichsweise teuer ist. Durchschnittlich kostet die kWh Strom in Deutschland knapp unter 30 Cent. In den USA zum Beispiel kostet die kWh Strom im Schnitt nur 13 US-Cent (etwa 11 Euro-Cent). Da lohnt sich das viel schneller. Hier wird sich Elektro aber auch mit jedem Jahr, das du wartest mehr lohnen, weil ja Diesel und Benzin dank CO2 Steuer jetzt jährlich teurer werden.


    Aber die Prämie ist ja da und bleibt auch noch eine Weile bestehen (im ADAC Artikel stand was von 2025 vorerst). Und ja, sie ist genau dafür da (diese Antriebstechnologie zu fördern) aber das ist ja auch sinnvoll. Der durchschnittliche Usecase für einen Privat-PKW ist pendeln zur Arbeit zwischen 2 und 20km. Und da macht Elektro einfach Sinn.


    Man könnte sich das aus den ADAC Rohdaten selbst ausrechnen.

    https://www.adac.de/infotestra…k/autokosten/default.aspx

    Einmal editiert, zuletzt von badworseme ()

  • Der Vergleich ist sicherlich interessant, wäre aber auch mit Vorsicht zu genießen. Denn bei den Hochrechnungen auf die Kosten pro Jahr und Kilometer, wurde immer der NEFZ bzw. WLTP genutzt. Das ist zum Vergleich bei Kurzstrecke ggf. noch halbwegs vergleichbar. Aber bei Langstreckenfahrern, ist der Akku des Hybrid einfach nach 30-50 km leer und dann verbrauchen sie die restlichen 200 km genauso viel wie der entsprechende Benziner.

    Denn zumindest im NEFZ durften die Hybride mit vollem Akku starten und es zählte nur das verbrauchte Benzin... Somit gibts dann diverse Daimler und Porschemodelle, die mit 1-2 l/100 km angegeben waren. Sobald der Akku leer ist, waren aber eher 8-15 l/100 km realistisch. Der Stromverbrauch wurde damals gar nicht berücksichtigt, keine Ahnung was der ADAC bei solchen Fahrzeugen in seiner Tabelle für den Stromverbrauch berechnet hat.


    PS: badworseme der letzte Link funktioniert nicht.


    RS III Combi Folierungsideen: Link

  • Das die Antriebsvariante zum persönlichem Fahrprofil passen sollte, ist ja jetzt nun keine neue Erkenntnis.

    Das ist beim Diesel bzgl. Partikelfilter auch ein Entscheidender Punkt.

    Wenn ich den nur im Kurzstreckenbetrieb nutze, spare ich auch nichts mehr (Filterreingung / Austausch)

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  • In der Tabelle gibt es aber einen aufs Jahr hochgerechneten Wert, der offensichtlich nicht richtig sein kann. Ich kenne niemanden, der 30 tkm im Jahr fährt ohne jegliche Langstrecke, aka der alle 50-70 km seinen Akku voll laden könnte. Das hat nichts mit persönlichem Nutzungsprofil zu tun.

    Und ob das zum persönlichen Nutzungsprofil passt, machen viele anhand einer solchen fehlerhaften Kosten Gegenüberstellung fest...


    RS III Combi Folierungsideen: Link

  • Ich habe mich bewusst dagegen entschieden, so eine Diskussion hier auf zu machen. Weder Infrastruktur noch Technik sind aktuell in der Lage, ein Langstrecken-Profil wirklich zu erfüllen. Hat der ADAC das hochkalkuliert oder gibt es eine reale Gegenüberstellung mit echten Fahrten, die die besagten Zahlen untermauern?

  • https://www.adac.de/infotestra…k/autokosten/default.aspx


    Hab den Link auch oben korrigiert


    WLTP oder NEFZ nehmen sie nur bei denen, die sie noch nicht selbst getestet haben. Ist dann mit einem Stern markiert.

    Welches Fahrprofil sie annehmen weiß ich gerade nicht, findet man auch online nicht raus. Ich vermute aber, dass die einfach den ermittelten Durchschnittsverbrauch nehmen (wenn vorhanden selbst ermittelt, sonst WLTP) und mit der Jahreskilometerleistung multiplizieren. Aber auch auf Langstrecke verbraucht der Hybrid in etwa so viel, wie der vergleichbare Benziner. Ist also da nicht teurer. Und durch die Prämien sind bei den allermeisten Modellen inzwischen die Vollelektrischen und Hybrid Modelle günstiger in der Anschaffung als vergleichbare Benziner/Diesel.

    Durch günstigere Steuer und vergleichbare Versicherungsprämie sind die regelmäßigen Fixkosten also auch tendenziell eher günstiger. Verbrauch ist gleich oder geringer. Kann also sehr wohl hinkommen.


    Wenn man sich das "so berechnet der ADAC die Autokosten" mal durchliest

    https://www.adac.de/_mmm/pdf/autokosten_grundlagen_47084.pdf

    Bleibt schon der Eindruck hängen, dass die sich Gedanken gemacht haben und das ganze möglichst neutral betrachten. Klar wird man nie alle usecases mit abdecken aber sie haben wie ich finde sinnvolle annahmen getroffen (nicht nur planmäßige Inspektionskosten sondern auch zu erwartende Kleinteilreparaturen), sinnvolle Ausstattungen mit eingerechnet (Klima, Metallic Lack), sinnvolle Vergleiche aufgestellt (Superb Hybrid mit 2.0L TSI verglichen, nicht mit 1,4), sinnvolle Durchschnittswerte genommen (Versicherungsbeitrag genau den Bundesschnitt genommen) und das eben auch für viele Fälle (unterschiedliche Jahresfahrleistung) durchgerechnet.


    Und es gewinnt ja nicht immer Elektro. Gerade bei sehr hochpreisigen Modellen gewinnt meist der Benziner oder Diesel. Aber Hybride sind inzwischen eben auch finanziell attraktiv geworden. Durch die Prämie dürfte der O4RS Hybrid günstiger in der Anschaffung sein als die Benziner oder Diesel Varianten.

  • WLTP oder NEFZ nehmen sie nur bei denen, die sie noch nicht selbst getestet haben. Ist dann mit einem Stern markiert.

    Das stimmt doch gar nicht im verlinkten PDF File des ersten Beitrags steht folgendes:

    Zitat

    Wichtig zu wissen:

    Da dem ADAC nicht für alle Modelle realitätsnahe Verbrauchsangaben aus eigenen Messungen nach „ADAC EcoTest“ zur Verfügung stehen, wurden für alle Modelle des Kostenvergleichs die NEFZ-Angaben (Neuer Europäischer Fahrzyklus) oder auch der neue WLTP-Standard (Worldwide harmonized Light-duty Test Procedure) der Hersteller herangezogen.

    Das heißt für keines der in diesem PDF File aufgeführten Fahrzeuge, wurden realistische Daten verwendet. Nicht einmal dann, wenn der ADAC sie aus anderen Test vorliegen hat.


    RS III Combi Folierungsideen: Link

    2 Mal editiert, zuletzt von lala ()

  • Faule Äpfel muss man mit Faulen Äpfeln vergleichen.

    Faule Äpfel mit Birnen zu vergleichen ist ja unsinnig.

    Die Methodik ist also vollkommen korrekt.

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    EZ: 04/15
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  • Ups. Da hab ich mich verlesen. Entschuldige. Dadurch werden die Hybride bei einem Langstreckenprofil deutlich bevorzugt. Allerdings ist das ja für den Pendlerbetrieb durchaus korrekt. Wer täglich <50km pendelt kann mit dem Superb komplett elektrisch fahren.