Zitat
Nehmen wir ein Unternehmen, dass seiner angestellten Führungskraft einen Dienstwagen - laut Listenpreis 40.000 Euro wert überlässt. Nehmen wir dazu an, der Mann verdient 8.000 Euro brutto. Für den Vorteil, den Dienstwagen auch privat zu nutzen, rechnet ihm das Finanzamt eine zu zusätzlich zu versteuernde Pauschale von 1 Prozent des Auto-Listenpreises im Monat an - in diesem Fall 400 Euro. Damit zahlt der Angestellte grob geschätzt 178 Euro mehr Steuern im Monat und kann die schicke Karosse fahren - ohne eigene Anschaffungs- Wartungs- oder Versicherungs- oder Benzinkosten - egal wie weit er fährt.
Zum Vergleich: ohne diese nette Zuwendung seines Arbeitgebers würde ihn das gleiche Auto als Privatwagen geschätzte 844 Euro im Monat kosten.
Also ich habe den Eindruck, dass sich da jemand mit Halbwahrheiten Gehör verschaffen will. Denn die Aussage stimmt zwar, aber es fehlen ein paar entscheidende Teile, die das ganze nicht mehr soooo lukrativ machen. Und ganz so einfach wie der Herr sich das macht ist das nicht.
1. Man muss zusätzlich zu den 1%, solange man keine Auswärtstätigkeit ausübt, noch 0,03% des Bruttolistenpreises * die einfachen Entfernungskilometer zur Arbeitsstätte (in dem Beispiel mal 20km angenommen) versteuern.
Beispiel: 40000€ * 0,0003 * 20km = 240€
Also muss man nicht 400€, sondern 640€ versteuern. Was das jetzt letzten endes Netto ausmacht, hängt von dem persönlichen Steuersatz ab. Im Schnitt wären das hier ca. 280€. Also kostet das schon einmal keine 178€, sondern ungefähr 100€ mehr.
2. Die Leasingrate muss auch bezahlt werden und diese ist nun von vielen Faktoren abhängig. Jeder kennt das. Dauer, Jahreskilometer, Wiederverkaufswert. Gehen wir mal von 35000km und 36 Monaten aus. Dann liegt die Rate im Schnitt bei etwas 650€.
Dazu kommen dann noch die Spritkosten, welche ich im Monat, bei 2916km/Monat (35000km/12) auf ca. 300€ setzen würde.
Also kostet das Fahrzeug (35000km, 40000€, 36 Monate) das Unternehmen monatlich 950€, also jährlich 11000€ jährlich.
Da das Unternehmen Steuern sparen kann durch das Leasing (vorausgesetzt es macht überhaupt Gewinn) wird nicht die kompletten 11000€ von Gehat abziehen oder von der Gehaltserhöhung wegnehmen. eher so etwas in der Größenordnung 5500€.
Also murr der Mitarbeiter zusätlich auf 5500€ Gehalt im Jahr verzichten, also 450€ im Monat. Das macht dann Netto noch einmal einen Unterschied von ca. 280€.
Sind wir also ingesamt bei 280€ + 280€ = 560€. Diese 560€ muss man jetzt den 844 euro gegenüberstellen, was gleich nicht mehr so toll aussieht. Ein Firmenwagen kann sich lohnen, muss aber nicht. Denn der Firmenwagen muss neu gekauft werden, bzw. der Neupreis muss immer versteuert werden, privat kann ich auch einen Wagen mit ein paar tausend Kilometern und 1 Jar Alter nehmen und dann bin ich schon näher an den 560€.
Also nicht allem glauben was im Inet steht.
Wenn du jetzt ein Kleingewerbe anmeldest und ein paar Jahre Verlust machst, bekommst du Probleme, den der Staat bekommt nix ab. Das mögen die garnet!
Gruß
QuentinT