Klar hat jedes Auto so seine Wehwehchen und man muss da immer mit ein bisschen Feingefühl nachlesen. Aber: die meisten Autos haben irgendeine Form von mechanischen oder elektrischen Problemen. Die können von schlechter Qualitätskontrolle oder ungünstigen Toleranzen kommen und lassen sich durch eine gute Werkstatt sicher und nachhaltig beheben. Außerdem sind das oftmals tatsächlich sowas wie "bedauerliche Einzelfälle" (bei zig Millionen verkauften PKW sind ein paar tausend Betroffene immernoch Einzelfälle)
Was VAG in den letzten Jahren mit der Software hat, ist aber ein grundsätzlich anderes Problem. Davon sind immer alle betroffen und das kann in der Werkstatt nicht gelöst werden. Dazu muss der Hersteller die Software überarbeiten und funktionsfähig machen und ggf sogar die Hardware anpassen.
Softwarefehler sind insofern etwas gutes, dass sie sich in der Theorie relativ leicht, oftmals sogar per OTA Update (ohne Werkstattaufenthalt) beheben lassen.
Leider bekommt VAG das Problem seit nunmehr 4 Jahren nicht in den Griff. Die VAG Software ist selbst bei neuen Autos mit inzwischen auch überarbeiteter Hardware nicht Fehlerfrei. Die "älteren" Autos aus 2020-22 werden dabei inzwischen denke ich weitestgehend ignoriert. Garantie ist ja jetzt eh abgelaufen.
Ein Kumpel hatte einen Passat R aus ich glaube 2021 als Leasing Neuwagen für 2 Jahre. Nach einem Jahr haben sie den Vertrag schlussendlich rückabgewickelt, weil der Wagen in dem 1 Jahr 3 mal in der Werkstatt stand, insgesamt über 4 Monate. Und die Probleme waren am Ende noch immer nicht behoben (deshalb ja rückabwicklung)
Ich persönlich würde weiterhin kein VAG Fahrzeug aus 2020 oder später kaufen