Unrunder Leerlauf und "Aufschaukeln"

  • Hallo zusammen,


    ich bin neu hier und erhoffe mir Hilfe mit den Problemen meines Octavias.

    Ich habe schon die Suchfunktion bemüht, doch leider nichts finden können.


    Kurz zu meinem Fahrzeug:

    Combi 2.0 TSI mit DSG, EZ 10/2013, knappe 60tsd km.


    Ich habe seit einigen Wochen folgendes Problem, welches mich mittlerweile verzweifeln lässt:

    Nach dem Kaltstart läuft mein Auto die ersten paar Minuten ganz normal. Solange der komplett "kalt" ist, ist die Drehzahl im Leerlauf bei ca. 1000-1100U/min. Sobald er etwas wärmer (Wassertemperatur laut Anzeige um die 60°) wird und die Drehzahl runter geht auf 700-800U/min fängt er an zu stottern, läuft extrem unrund (sogar so, dass man im Fahrzeuginneren es deutlich spürt, dass er sich immer mehr aufschaukelt).

    Beim Anrollen auf eine Ampel geht er stellenweise sogar aus und im Display erscheint "manuell Starten". Geht man im Leerlauf um das Fahrzeug herum, sieht man wie es sich bewegt, steht man hinter dem Auto, klingt er wie eine Harley im Stand, macht man die Haube auf, könnte man meinen, er läuft nur auf 3 Töpfen. :(

    Im Fehlerspeicher wird nichts abgelegt, außer man provoziert das Verhalten auf Teufel komm raus, da zeigte er 2x im Display "Fehler Start & Stopp" und im Fehlerspeicher wurde Nockenwellenpos (G40) / Kurbelwellenpos Sensor (G28) - falsche Zuordnung abgelegt.

    Einmal war Fehler im Kühl/Klimakreislauf abgelegt.

    Erreicht das Auto laut Anzeige 90° Wassertemperatur ist der Spuk vorbei und er läuft wieder komplett ruhig und normal als sei nichts gewesen.

    Bevor das Problem nun wiederkehrend immer beim Kaltstart ist, hatte ich bis auf einmal viele Wochen zuvor an der Ampel mal nen unrunden Leerlauf, welcher sich aber durch ausmachen und Neustart sofort erledigt hatte.

    Folgende "Probleme" hatte ich bevor das Verhalten extrem auftrat:

    Reparatur eines Auffahrunfalls im Heckbereich/Austausch des Stoßfängers.

    Benzingeruch im und um das Fahrzeug mit Tausch der Hochdruckpumpe (keine Ahnung ob die wirklich defekt war, oder nur ein Schlauch undicht).


    Bereits getestet/ersetzt:

    Neue Batterie und Anlernen wegen Verdacht auf Start/Stopp

    Neue Zündkerzen

    Drosselklappenstellung korrigiert

    Bremsscheiben und Beläge vorne neu gemacht (wären eh demnächst fällig gewesen)

    Frontscheibe repariert (aufgrund von Steinschlag und Frontscheibenheizung Fehler Klimakreislauf... :ups:)

    Anlernspeicher zurückgesetzt


    Heute hatte ich das Phänomen, dass er vom Hof in die warme Halle gefahren wurde um den Tester anzuschließen da die Lambdasondenwerte gemessen werden sollten, da fing er direkt in der Halle an auch bei unter 60° die selben Probleme zu zeigen.

    So langsam bin ich ratlos, aktuell steht er in der Werkstatt zum Durchmessen, wenn die Probleme beim Kaltstart wieder auftreten um Soll-/Istwerte zu vergleichen. Wenn dabei nichts rauskommt, sollen die Steuerzeiten der Steuerkette(n) geprüft werden und in dem Zuge gleich erneuert werden. Ohne Garantie natürlich, dass es das Problem behebt.


    Ich bin so langsam ratlos und für mich entwickelt sich das zu einer ziemlich kostenintensiven Sache. ;(

    Vielleicht weiss von euch ja jemand Rat, oder hat eine Idee, ich wäre wirklich dankbar. :lol:


    LG

    derConz

  • Sehr oft liegt das Problem am Zentralmanagment der Nockenwellenverstellung, davon hast du für die Einnlass und Auslassnockenwelle je eine Einheit.

    Die sitzen auf der Beifahrerseite im Steuerkettengehäuse oben.


    Es kann aber auch ein Problem mit den Nockenwellenhubverstellern sein.


    Ich habe das Problem bei mir auch schon gehabt.

  • Okay, danke erstmal für die Antwort.

    Hattest Du dieselben/ähnliche Probleme mit der Temperaturabhängigkeit? Also, nicht, dass ich mir das einbilde, wenn er warm ist oder auch noch Stunden danach ist alles Ordnung. Steht er über Nacht, ist der Fehler wieder vorhanden.

    Wenn ich jetzt nicht gerade Ampeln auf meinem Arbeitsweg hätte, wäre mir das gar nicht aufgefallen, bei Kaltstart und Überlandfahrt ohne anzuhalten merkt man nämlich nichts, obwohl das Problem definitiv vorhanden ist.

  • Das Zentralmanagment kostet ca 25-35 je nach Hersteller, die Hubversteller sind schon was teurer ca 25€ pro Stück, davon sind 8 verbaut.


    Edit: Im Fehlerspeicher war bei mir nichts hinterlegt.

  • derConz Einfach Mal den Stecker vom Magnetventil für Nockenwellenverstellung Einlass abziehen wenn er das nächste Mal das Verhalten zeigt, läuft er dann normal liegt es am Magnetventil.


    Gruß Michl

    der Alte: 1Z RS Combi, KW-Gewinde, 8x18 ET48 Zoll Audi A6, Schaltknauf Audi A3 S-Line, GTI - Fußstütze, Öldeckel Audi R8, Auspuffanlage modifiziert, S3-Ladeluftkühler
    der Neue: Octavia RS230 Combi Moon-White Perleffekt, Handgerissen, abnehmbare AHK, Amundsen, Soundsystem, variabler Ladeboden, gepfeffert V3, HJS Downpipe

    BW: 6
    PW:30
    LW:32

  • Nach fast einer Woche melde ich mal wieder. War leider beruflich eingespannt und das Auto steht gerade leider auch nicht bei mir.

    Aber: es scheint wirklich die Lösung mit dem Zentralmanagement der Nockenwellenverstellung zu sein. Bei beschriebenem Verhalten den Stecker am Einlass gezogen und sofort lief er wieder ruhig.

    Vielen Dank für die hilfreichen Tipps! 👍👍👍


    Eine Frage habe ich allerdings noch:

    Tauscht man direkt Ein- und Auslass oder "reicht" Einlass? :/

  • Da es finanziell jetzt keine riesige Sache ist würde ich gleich beide machen, Arbeitsaufwand hält sich ja auch in Grenzen.


    Gruß Michl

    der Alte: 1Z RS Combi, KW-Gewinde, 8x18 ET48 Zoll Audi A6, Schaltknauf Audi A3 S-Line, GTI - Fußstütze, Öldeckel Audi R8, Auspuffanlage modifiziert, S3-Ladeluftkühler
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  • Habe genau das gleiche Problem bei meinem RS BJ2014. War nach Austausch der beiden Zentralmanagement Einheiten bei dir das Problem behoben?


    Danke und Grüße

    Dominik

  • Guten Abend zusammen, unser Octavia RS 5E Kombi BJ2107 hat so ziemlich seit dem Neukauf das Problem das er im warmen Zustand (nach ca. 40km irgend wann an der Ampel stehend (start/stopp ausgeschaltet, ausgekuppelt) statt wie üblich bei ~830 dann bei 1000 Umdrehungen im Leerlauf festhängt und plötzlich fängt das ganze Auto an ganz leicht zu vibrieren so das man durchgeschüttelt wird. Bisher kein Fehlercode im Speicher lesbar (der freundliche Skoda Händler hat das heute zum 3 mal versucht). Ich fand das Thema passt ganz gut hier und wir würden uns sehr freuen wenn einer von Euch eine Idee zum Thema hätte. Die Profis finden nix obwohl er eigentlich bis 100000km noch Garantie hat. Wer kann helfen - habt lieben Dank. Gruß Thomas

  • Wie verhält sich das ganze wenn du alle Verbraucher ausschaltest?

    Wurde mal geschaut ob irgendwo Falschluft gezogen wird oder nach der Kurbelgehäuseentlüftung /PCV?

  • Hi, bin seit kurzem auch Besitzer eines RS 5e 2.0 Tsi. Hab genau das gleiche Problem. Wollte jetzt eigentlich schon die Batterie tauschen. Kann man die beiden Magnetventile einfach daheim tauschen, oder bedarf es dazu speziellem Werkzeug und Know-how ? Und was muss unfair alles abgebaut werden dazu..

  • Moin,


    habe genau das selbe Problem wie vom Autor beschrieben. 2.0 TSI Bj 2015, 105tsd km.


    Hoffe auf einen positiven Ausgang in diesem Thread :)


    Habe gerade meinem Mechaniker die Thematik des Zentralmanagements geschickt, werde das wohl auch mal tauschen, wäre für den Anfang wenigstens eine günstige Variante.


    Ich hoffe wir haben alle bald das Problem gelöst :)


    Gruß

  • Hallo zusammen,


    Welches Ist der Einlass Magnetventil Nockenwellenmanagment ,peinlich aber habe auch das Problem das er im Stand ruckelt und muss ich beim wechseln irgendetwas beachten? Danke schön mal im Voraus.


    Ach ich habe einen Oktavia RS Combi 5e 2.0 TSi BJ2015

  • Hallo 1986 Figther ,

    Das Einlass Magnetventil ist wenn du vor dem Auto stehst das vordere, oder auf dem Bild in Post 15 das rechts verbaute- unter den Schläuchen...

    MFG T2H


    Projekt gestartet: IS38 Upgradelader ..16% - gekauften IS38, Abgasgehäuse Rissprüfen

  • Hallo,

    das ( der Fehlereintrag) ist doch ziemlich eindeutig. Entweder ist das Magnetventil kaputt, die Zuleitung unterbrochen (in Stecker oder Leitung) oder (relativ unwahrscheinlich) das Motorsteuergerät defekt.

    Ich würde mit dem Magnetvetil anfangen...und das auf Durchgang oder Funktion testen.( lassen)

    Wenn noch Garantie auf dem Fahrzeug ist, würde ich aber zur Vertragswerkstatt gehen.

    MFG T2H


    Projekt gestartet: IS38 Upgradelader ..16% - gekauften IS38, Abgasgehäuse Rissprüfen

  • War heute bei der Vertragswerkstatt die haben nichts gefunden und sagten es sei alles in Ordnung, obwohl er nicht gelöscht wurde, so eine scheiße.... Was soll das, sie sagten ich soll es beobachten...

  • So habe heute mal bei meinem beide Magnetventile Ein-und Auslass erneuert. Theoretisch Arbeit von 2 Minuten, wenn mann die kleinsten Finger der Welt mit 5 Gelenken hat ;) , war wegen den Leitungen daneben etwas fummelig, also eher mal gute halbe Stunde einplanen , aber mit na kleinen Klemmzange die den Bit gehalten hat,gings dann so irgendwie. Was mir aufgefallen ist, ist dass diese beweglichen Stifte in der Mitte bei den alten Teilen eben nicht mehr Beweglich waren. Bin nur überrascht dass so ein relativ simples Teil bei grade mal 100.000km schon kaputt geht und dann auch beide direkt. Läuft jetzt jedenfalls wieder sauber und schön rund.

  • Sobald in dem neuen Zentralmanagment Motoröl ist lassen sich die Stifte auch nicht mehr so leicht bewegen, als wenn man die direkt aus der Verpackung holt.

  • War heute bei der Vertragswerkstatt ...nichts gefunden und sagten es sei alles in Ordnung, obwohl er nicht gelöscht wurde, ... sie sagten ich soll es beobachten...

    ... um zu welcher Erkenntnis zu gelangen ?? :ups: Vielleicht generell mal Werkstattwechsel ??


    29.12.20 1986Fighter : Wie sieht es aus ? Wurde der Fehler behoben? Sorry für die harten Worte im Post. Ich wäre da als Kunde mit diesem offensichtlichen Fehlereintrag nicht ruhig geblieben...

    MFG T2H


    Projekt gestartet: IS38 Upgradelader ..16% - gekauften IS38, Abgasgehäuse Rissprüfen

    Einmal editiert, zuletzt von T2H () aus folgendem Grund: Ergänzung

  • Hey T2H,


    Nein noch nicht, bekomme morgen Zwei Nockenwellen Magnetventile, tausche die beiden mal und dann mal sehen. Ich kann die einfach tauschen und gut, oder muss ich da was beachten?


    Danke schon mal im Voraus T2H

  • Moin,


    also ich habe sie am Montag tauschen lassen und seit dem ist der Fehler, Motor aus, nicht mehr aufgetreten. Rahmenbedingungen haben sich nicht geändert, morgens immer noch kalt, Arbeitsweg der selbe wie immer, kein Fehler mehr...


    Tatsächlich lag es aber bei mir wohl am Stecker des Magnetventils, da war Öl drin.


    Soweit auf jeden fall so gut


    Danke für den Tipp an den Kollegen ganz oben der die Magnetventile ins Spiel gebracht hat :)

  • Sobald in dem neuen Zentralmanagment Motoröl ist lassen sich die Stifte auch nicht mehr so leicht bewegen, als wenn man die direkt aus der Verpackung holt.

    Hallo, ich hab mal eine Frage zu der Sache ich habe keinen unrunden Leerlauf aber es scheint als würde aus dem Stecker des Magnetventils (Auslassseite) Öl herauslaufen/drücken.
    Sieht in etwa so aus wie das Bild von dir in Post #15. Anfangs hatte ich den Öldeckel in Verdacht den ich dann gegen die neueste Revision getauscht habe, leider war ers nicht.

    Es handelt sich um sehr geringe Mengen, ich muss kein Öl nachfüllen jedenfalls nicht innerhalb von 1 Jahr/10k Km.
    Ist es überhaupt normal, dass Öl direkt hinter dem Magnetventil vorzufinden ist oder sollte das trocken sein und das Problem liegt hinter dem Ventil (defekte Dichtung?)
    Hat das Magnetventil eine eigene Dichtung?

    Grüße

  • Ja das Zentralmanagement hat eine eigene Dichtung im Lagerbock, wo das dann angeschraubt wird.


    Ich werde bei mir am Wochenende oder spätestens nächste Woche nochmal ran müssen, mach dir dann Fotos.

  • Hier mal ein Foto, dahinter ist Motoröl.


    Mal zur Info links OEM und rechts Pierburg aus dem Zubehör, machen sich nicht mal die Mühe die Teilenummer zu entfernen ^^


    In meinem Stecker Einlassseite war auch Motoröl drin.

  • Danke für die Fotos!

    Tritt bei dir nach wie vor Öl aus oder hat es sich erledigt?
    Ich nehme an man kann sich da im Zubehör bedienen und muss nicht OEM kaufen?

    Ich geh davon aus, dass bei mir 06L 109 259 A verbaut ist jedoch scheint ja Version D dann bezüglich der Dichtigkeit identisch "schlecht" zu sein.

    Ein Tausch würde sich für mich nur lohnen wenn es dadurch wieder Dicht ist da ich zum Glück keinen unrunden Motorlauf habe.

  • Ich habe heute erst festgestellt das Öl im Stecker ist.

    Hab die noch nicht gegen neue Teile getauscht bzw wieder zusammen gebaut, wird wahrscheinlich auch noch etwas dauern.

  • Ok ich habe mir das jetz mal im Teilekatalog angesehen, die Dichtung die auf Bild1 zu sehen ist, gehört die zum Lieferumfang oder muss diese einzeln dazubestellt werden? (06K103583)