Jetzt habe ich ca. 3 Wochen die S3 SWV drin, und bin auch ganz zufrieden, aber nur fast.
Da habe ich mir gedacht, ich könnte ja mit dem originalen Hebel ein wenig experimentieren.
Also habe ich den Hebel fix mit zur Arbeit genommen und dort bearbeitet. Der originale Bolzen lässt sich nicht entfernen, das braucht man garnicht zu versuchen. Ich habe ihn dann kurzer Hand bündig abgeflext. Jetzt stellt sich die Frage, wie weit den "neuen" Bolzen nach innen versetzen. Bei mir sind es jetzt knappe 12mm, die der Bolzen nach innen gewandert ist. Ich habe ein sauberes M8er Gewinde in den Hebel gedreht, und von unten eine entsprechende (ausreichend harte) Sechskantschraube von 40mm länge eingedreht und verklebt. Ein Teil des Hebeln musste ich entfernen, da die Arretierung natürlich zum Drehpunkt hin nun mehr Platz benötigt. Das passierte aber nach dem Motto "So viel wie nötig, so wenig wie möglich". Da die originale Seilarretierung aber mehr als 8mm Durchmesser hat (könnten 8,5mm sein) und damit zuviel Spiel auf der Schraube hat, blieb mir nur noch die 10mm Variante. Also hat ein Freund mir eine Titanhülse gedreht, die jetzt sauber (quasi spielfrei) auf das Gewinde und in die größere Seilzugarretierung passt. Die Hülse ist minimal länger (20,3mm) als die Arretierung dick ist (20mm), damit gewährleistet bleibt, dass Diese sich weiterhin drehen lässt. Das ganze habe ich vernünftig gefettet, eingebaut und anschließend die Arretierung mit einer Scheibe und einer selbstsichernden Mutter auf dem versetzten Bolzen gesichert.
Ich habe die Gänge durchgeschaltet und sie lassen sich ohne Probleme einlegen. Und die Schaltwege sind nun wirklich merklich kürzer. Wenn das ganze sich bewährt, wird demnächst meine Audi SWV zum Verkauf stehen.
Leider habe ich keine Fotos gemacht, das ist bei uns im Werk so eine Sache. Aber man kann es sich ähnlich vorstellen wie DIESE Anleitung, mit dem Unterschied, dass ich
1. wesentlich weniger Material weggenommen habe, und
2. jetzt, durch die Verschraubung mit dem Titanröhrchen, quasi ein 10mm Bolzen die Kräfte aufnimmt.
Alles in Allem hat der Umbau nicht wirklich viel Zeit in Anspruch genommen. Aber man sollte durchaus wissen was man tut und Handwerkliches Geschick mitbringen was den Umgang mit entsprechendem Werkzeug angeht.
Gruß Bastian
EDIT sagt:
Die erste Probefahrt ist klasse gelaufen. Die Schaltwege sind gegenüber der S3 SWV jetzt schön kurz. Gegenüber der Serie ist der Unterschied natürlich noch extremer. Die Wege sind nicht hakelig oder unsauber. Der Umbau hat sich auf alle Fälle gelohnt und ich kann es denen, die handwerklich und maschinell die Möglichkeiten haben nur empfehlen!!