Das Problem ist, dass das Steuergerät bei einem atmosphärischen Ventil, so nennen sich die "offenen" Blow-Offs, mit nicht mehr korrekten Werten arbeitet. Unsere Steuergeräte sind darauf abgestimmt, dass die abgeblasene Luft innerlalb der der Ladeluftstrecke hinter dem LMM bleibt. Darauf werden die anderen Werte (Benzinmenge, einspiritzzeitpunkt etc.) abgestimmt. Mit einem offenen Blow-Off "fehlt" diese Menge dann in der Ladeluftstrecke.
Bei den getuneten Japanern, wo dieser Trend ja herkommt, ist es meißt so, dass gänzlich andere Steuergeräte genutzt werden (HKS, APEXI, etc.) die nicht mehr die Luftmasse nutzen, sondern die anderen Parameter anhand des Ladedrucks bestimmen. Da fährt man dann die atmosphärischen Ventile, weil sie zuverlässiger sind. Der Sound ist da quasi "nur" ein Nebenprodukt. Nicht ungewollt, das gebe ich zu, aber dennoch ein Nebenprodukt. Der Nutzen, bzw. die Funktion stehen dort, im Gegensatz zu deinem Vorhaben, im Vordergrund.
Und um noch ein wenig weiter auszuholen:
Die offenen Blow-Offs haben ihren eigentlichen (technischen) Ursprung in der Turbotechnik der "Urzeit", wenn man das mal so nennen darf. Zu dieser Zeit hat noch niemand an Steuergeräte, die falsche Werte liefern könnten, gedacht. Da ging es nur um Leistung und Funktion, nämlich, den Turbo bei geschlossener Drosselklappe nicht zu stark abzubremsen. Und wohin mit der Luft? Klar, einfach raus damit.
Fazit:
Offene Blow-Offs sind für unsere Motoren nicht geeignet, weil wir Gefahr laufen, dass der Motor für die aktuelle Masse an Luft zu viel Benzin bekommt. Die Verbrennung wird unsauber, es kann zu Leistungseinbußen kommen. Über Motorschäden will ich jetzt nicht diskutieren, das kann ich nicht einschätzen. Aber der Kat kann u.U. Schaden nehmen, weil evtl. unverbranntes Benzin dort hin gelangen kann.
Lieber in ein gescheidtes geschlossenes Blow-Off investieren (beim EA888 elektonisch, ist bei Forge leider recht teuer), dass nicht mehr so rumzickt wie die OEM Ventile.
Gruß Bastian