Habe mich mal ein wenig zum Thema belesen und Mr. Google sowie einen netten VW/Skoda Mechaniker befragt und hoffe mir nun die obige Frage selbst beantworten zu können, obwohl ich meinen RS noch nicht habe. Weiter hoffe ich allen anderen damit Zahlenwerk an die Hand geben zu können, die wie ich noch etwas in Sachen Dicke der Spurplattenwahl im Trüben fischen. Weiter wäre es nicht schlecht, wenn wer hier vom Fach meinen Rechenansatz zur Sicherheit bestätigen könnte. Stumpfe Mathematik sagt einem (mir) manchmal mehr als die zweidimensionalen Beispielbilder hier im Thread.
Ich gehe von folgenden Basisdaten aus:
1. Es geht um den RS Combi, welcher andere Spurwerte hat als die Limousine und der Standardcombi (laut Skoda ist das tatsächlich so, sprich unterschiedlich)
2. Spurmaß vorn laut techn. Daten 1535 mm
3. Spurmaß hinten laut techn. Daten 1506 mm
4. Standard- bzw. Serienfelgenbreite 7,5J mit ET51 (Serie Deutschland und diverse andere Länder)
5. Standard bzw. Serienbereifung 225er Reifen (Standard in allen Ländern)
6. Maß über Kotflügelaußenkante vorn/hinten laut techn. Daten 1814 mm/1810 mm
7. Eine 7,5J Felge misst in der Breite 190,5 mm plus ca. 2 x 11,5 mm bis Außenkante fürs Felgenhorn, macht eine Breite über alles von 213,5 mm
8. Eine 8,0J Felge misst in der Breite 203,2 mm plus ca. 2 x 11,5 mm bis Außenkante fürs Felgenhorn, macht eine Breite über alles von 226,2 mm
9. Eine 8,5J Felge misst in der Breite 215,9 mm plus ca. 2 x 11,5 mm bis Außenkante fürs Felgenhorn, macht eine Breite über alles von 238,9 mm
Daraus folgen mathematische Feststellungen:
1. Je nach Kombination Felge/Reifen ist mal die Reifenflanke oder das Felgenhorn relevant für das noch freie Maß zur Kotflügelkante, je nachdem ob Reifen oder Felge breiter baut
2. Im Serienzustand (225er auf 7,5J ) gilt für VA: (1814 mm - 1535 mm - 225 mm) / 2 = 27 mm -> Maß Kotflügelaußenkante bis Reifenflanke (Reifen breiter als Felge - 225 mm zu 213,5 mm)
3. Im Serienzustand (225er auf 7,5J ) gilt für HA: (1810 mm - 1506 mm - 225 mm) / 2 = 39,5 mm -> Maß Kotflügelaußenkante bis Reifenflanke (Reifen breiter als Felge - 225 mm zu 213,5 mm)
Man erkennt, dass auch bei einer 8J Felge mit 225er Reifen (z. B. meine Wahl) nicht wirklich andere Verhältnisse entstehen, was die mögliche Spurplattendicke angeht, da die Gesamtbreite der Rad/Fegenkombinstion immer noch eine annähernd identische Gesamtbreite hat (nur Felge verbreitert sich ca. auf das Radmaß - Felgenhorn und Reifenflanke fast bündig - 226,2 mm zu 225 mm)). Auch bei einer 8,5J Felge mit z. B. einem 235er Reifen geht es effektiv nur ca. 7,5 mm weiter nach außen, wesentlich weniger als man zunächst vermutet hätte (in dem Fall Felge leicht breiter als Reifen - 238,9 zu 235 mm). Das erklärt, warum hier einige trotz 8,5J Felge noch 20 mm Spurplatten hinten verbauen und sagen, es ginge glatt noch etwas mehr. In den berechneten Maßen spiegelt sich auch das Delta zwischen VA und HA wieder, was zu ca. 12 mm mehr nötigem Spurplattenfutter pro Rad an der HA führt, wenn man ein optisch gleiches Bild erzielen möchte. Auch das wurde hier ja mehr als einmal bestätigt.
Das was mich aber nun doch sehr wundert, sind die beiden ermittelten Serienwerte selbst. 27 mm an der VA und 39,5 mm an der HA scheinen mir doch sehr hoch zu sein, scheint mir fast unglaubwürdig, aber wo ist der Fehler? Ich bitte um Korrektur - würde das gerne richtigstellen, wenn es nötig ist.
Sollten die Zahlen jedoch so richtig sein, kann man nun wunderbar genau berechnen wie man seinen RS gestalten möchte, wie weit man also mit seiner Felgen- bzw. Reifenkante an die Korflügelkante gehen möchte. Wichtig nur - bei abweichendem ET Maß muss natürlich das theoretische Ausgangsspurmaß der Rechnung korrigiert werden. Ein kleineres ET Maß erhöht den Eingangsspurwert um das Delta zur Serien-ET, selbstverständlich je Rad. Will heißen, bei einer Felge mit beispielsweise ET 45 ändert sich das Ausgangsspurmaß an der VA auf 1535 mm + (51 - 45) mm x 2 = 1547 mm. An der HA auf 1506 mm + (51 - 45) mm x 2 = 1518 mm.