Sooo.. nun melde ich mich mal wieder zu Wort.
Aufgrund der benötigten Spezialwerkzeuge und nur suboptimalen Möglichkeiten welche solch einem Eingriff von meiner Seite aus im Weg stehen, ließ ich den Wechsel von jemanden durchführen, der schon mehr Erfahrung mit den BWA-Motoren (bei VW) gesammelt hat.
Kurz Vorweg: Die benötigten Materialien (Rep.Satz, Kette und Spanner) besorgte ich über einen Bekannten, welcher bei Skoda tätig ist.
Den Verlauf geb ich mal aus meiner Perspektive wieder und werde auch Anmerkungen der durchführenden Mechaniker beifügen.
2 Tage nachdem ich das Fahrzeug zur Reparatur abgegeben hatte, erhielt ich einen Anruf dass der neue Nockenwellenversteller defekt sein und einen Fehler im Fehlerspeicher (Nockenwellenverstellung Einlass-NW-Spätverstellung) hervorruft. Zum Versuch wurde auch der alte Nockenwellenversteller wieder eingebaut welcher den Fehler nicht produzierte aber deutlich rasselte.
Gesagt, getan.. noch nen Rep-Satz bestellt (in der Hoffnung den anderen auf Garantie wieder einschicken zu können). Angemerkt sei, dass der komplette Rep.Satz (NW-Versteller, Dichtung und Deckel) geradeeinmal 40€ mehr kostet wie der NW-Versteller als Einzel-Ersatzteil.
Neuen Rep.satz beim Mechaniker abgegeben, in der Hoffnung das jetzt alles reibungslos verläuft.
Einige Tage später konnte ich mein Wagen wieder abholen. Rasseln ist weg... aaber.. Eintrag im Fehlerspeicher (Nockenwellenverstellung Einlass-NW-Spätverstellung, sproradisch, Priorität 0) ist nach wie vor vorhanden.
Um mir die Sache etwas zu verdeutlichen, wurde mit Diagnoseprogramm (VCDS) der Verstellwinkel (Verstellbereich der Einlassnockenwelle) dargestellt. Dabei fiel auf, dass sich die IST-Werte dynamisch zu den Lastzuständen veränderten. Die SOLL-Werte jedoch sich nur minimal veränderten (kaum). Somit war die vorläufige Schlussfolgerung, dass die Werte vom Steuergerät nicht so Recht zu denen vom Versteller passten. --> also müsse wohl die Software (bzw. das Kennfeld) angepasst werden.
Am nächsten Tag fuhr ich direkt früh zu Skoda (wo man mir eigtl. von der Reparatur abriet und den Fehler, also das eigtl. Rasseln, nicht konkret lokalisieren konnte) um den Fehlerspeicher erneut auszulesen. Fehler war nach wie vor NW-Verstellung-Einlass-NW-Spätverstellung. Interessant war jetzt aber, dass das richtige SKODA-Diagnose-Gerät die SOLL-Werte den jeweiligen Lastzuständen anpasste aber die IST-WERTE nahezu unverändert blieben (ca.28°KW +/- 2°KW). Dies bedeutete, dass die Software also korrekt arbeitet, die Nockenwellen-Verstellung hingegen nicht ordnungsgemäß funktioniert.
Nun wurde ein Check der einzelnen Stellmotoren und Ventile der Motorsteuerung durchgeführt. Beim Ventil für die NW-Verstellung fiel auf, dass kein "Arbeitsgeräusch" wahrzunehmen war, woraufhin wir die Motorabdeckung entfernten und feststellten, dass noch der alte/originale Deckel der NW-Verstellung verbaut war.
(kleine Anmerkung: Mir wurde vom Mechaniker(der die Arbeiten durchführte) gesagt, dass es unsinng sei diesen Deckel mit zu wechseln man es aber aufgrund meines Wunsches mit getan habe)
Da war ich erstmal SATT und sauer. Da ich demzufolge noch zwei neue Deckel (wobei einer Montagespuren hatte) im Fussraum meines Wagen zu liegen hatte, steckten wir diese zu Testzwecken an den Kabelbaum und führten den Funktionstest des Ventils für die NW-Verstellung erneut durch. Und siehe da, beide klackten hörbar. Das Arbeitsgeräusch des Deckels mit dem Montagespuren war allerdings nicht so "laut" wie das des wirklich unbenutzen Deckels (vermutlich weil schon Öl drinnen war).
Wenn man jetzt mit dem Ohr ganz dicht an den alten/originalen Deckel ging vernahm man von da auch ein kaum hörbares Klacken (Arbeitsgeräusch) was vorher nich auffiel. Ob das Geräusch weniger hörbar ist, da sich das Ventil im Deckel im eingebauten Zustand befand, kann ich nicht sagen.
Vorläufige Schlussfolgerung: NW-Verstellung funktioniert nicht, da der alte Deckel noch verbaut ist.
Es folge ein Anruf meinerseits beim Mechaniker. Nach anfänglicher Ausflüchte räumte er ein, vergessen zu haben den neuen Deckel wieder zu verbauen, dies aber umgehend nachholen würde. Gleichwohl merkte er an, dass der Fehler aber auch mit dem neuen Deckel bestehen würde. Das war mir an dem Punkt egal. Ich hatte einen neuen Deckel gekauft und bezahlt, also solle dieser auch eingebaut werden. Zumal der neue Deckel auch über eine neue Teilenummer verfügt, was für mich auf bauliche oder technische Änderungen an dem Bauteil schliessen lässt.
Es vergingen weitere 2 Tage bis ich mein Wagen mit dem neuen Deckel aber weiter bestehendem Fehler zurück bekam. Wieder fuhr ich zu Skoda um den Fehlerspeicher auszulesen. Derselbe Fehlereintrag wie vorher.. und auch dieselben (kaum veränderlichen) IST-Werte an der NW-Verstellung.
Jetzt kommen meine Fragen dazu:
- wie kann es sein, dass identische Diagnose Software (bis auf den Hersteller) die SOLL und IST Werte der NW-Verstellung vertauscht?
- wie ist es möglich dass der Fehler mit dem alten NW-Versteller nicht auftritt??
--> WER HAT NEN BRAUCHBAREN LÖSUNGSANSATZ?? (zu geringer Öldruck?) (falsche Spannung/Ströme die das Verstellventil antakten?)
Alles irgendwie unlogisch im Zusammenhang...
Danke fürs Lesen und Eure Mithilfe..
MfG