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Allgemeine Frage zum Dieseltuning- Haltbarkeit

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      Allgemeine Frage zum Dieseltuning- Haltbarkeit

      Hallo,

      ich bin nach wie vor am Überlegen ob ich mir ne Softwareanpassung leisten soll oder nicht.
      Ich bewege mein Fahrzeug täglich etwa 100km (TDI RS) und bin darauf sehr angewiesen - ich benötige in jedem Fall ein zuverlässiges Fahrzeug.

      Nun ist mir bewusst, dass eine Anpassung und die daraus resultierende Mehrleistung natürlich auch mehr Verschleiß erzeugt - ich kann aber überhaupt nicht abschätzen in welcher Größenordnung.
      Es wird immer gesagt, dass man die Mehrleistung ja nicht permanent fordert....

      Klar, ich latsch nicht permanent das Pedal durch, aber der Motor läuft doch auch z.B. mit Halbgas mit den geänderten Softwareparametern...

      Anders gefragt, wenn ich vor habe mit dem Koffer 200.000 km auch zu schaffen - macht dann die Überlegung nach einem "Chiptuning" überhaupt Sinn?

      Danke,
      lG, Tom
      Ja sehr spannende Frage. Warum brauchst du bei deinem Fahrprofil eine Leistungssteigerung. Nur um zu haben oder auch nutzen? Wenn diese auch ab und zu genutzt wird gibt es mehr Verschleiß. Wenn sie nicht genutzt wird brauchst du sie nicht. 200Tkm fraglich mit Tuning und Leistungsforderung. Wäre schon froh wenn ich die 100Tkm knacke ohne grössere Verschleissreperaturen ( Kupplung, Antriebswellen Turbo oder jährlich Reifen tauschen) Bremsen sind natürlich auch mit dabei Gruß Nico
      Naja soooo pauschal kann Dir keiner die Frage beantworten :worry2:
      Im Material steckt man nicht drinnen: der Turbo kann bei 30k km hops gehen, kann aber auch 300k km voll machen :thumbsup:
      Bei der ganzen Software-Optimierung werden ja immer die Toleranzen der Hersteller ausgereizt. Will heißen:
      die Karre muss bei -25° laufen und auch bei 45° im Schatten. Und dazwischen ist Spielraum das die Dinger überall aufm Planet laufen.
      Vernünftiges Warm- und Kaltfahren ist aber das A und O bei nem Turbo dann wirste auch lange Freude dran haben :thumbup:
      Fuhrpark aktuell
      Skoda Octavia RS Combi TDI und BMW E92 M3


      Gruß Christian
      Vorteil eines leistungsgesteigerten Fahrzeugs ist ja - wenn der visierte Chiptuner das kann - dass man lastabhängig und abhängig von der LLT die Leistung regelt (sowohl hoch als auch runter).

      Ich hatte in meinem Vorgänger-Fahrzeug eine Leistungssteigerung, die abhängig von der LLT die Leistung bis auf Serie zurücknimmt, damit die Komponenten geschont werden.
      Sagt der eine: "scheiße, ich will auch bei 40° im Sommer volle Leistung".
      Sagen die Komponenten - bei einer Abgastemperatur und LLT, die die VTG festglüht - alles andere als "naja, das mach ich noch locker mit"...der Turbo is dann erstmal hin.

      Ich hab mir damals einige Vollgas-Log´s erstellt, die schon serienmäßig alles andere als eine "puffer"-LLT zeigten... d.h. man konnte es ab Werk provozieren, dass die Bude in Notlauf gesprungen ist.

      Mal z.B. eine Frage an alle, die sich damit beschäftigen:
      Weiß euer Tuner, ab welcher VTG-Abgas-Temp. die Teile nicht mehr anständig funktionieren in eurem Explizit bei eurem Wagen verbauten Turbo?
      Wurden Vollgas-Log´s gefahren, um die max-LLT abzuprüfen? Das ganze extrapoliert auf die entsprechenden Außentemps im Sommer?

      Klar, keiner fährt dauerhaft Vollgas, aber max. anliegende LLT finden schon nach 2 Min Vollgas auf der AB statt....
      Hallo zusammen,

      @timbo

      Ich kann nicht sagen wie lange dein Motor mit einer Leistungssteigerung halten würde. Zuviele Faktoren nehmen auf die Lebensdauer von Motoren und Fahrzeugen Einfluß.

      Ich kann aber einen kleinen Ausblick geben was dein Motor zu erwarten hat falls du die Leistung des Aggregats lediglich durch Software steigerst.

      Vorab, Motorleistung kann bei einer konstanten Drehzahl, sagen wir dazu mal Nenndrehzahl, nur über Mitteldruck gesteigert werden. Der kann über Software ausschließlich durch zusätzliche thermische Energie aus der Verbrennung erhöht werden. Soweit so gut.

      Für die Verbrennung braucht es zwei Dinge: Kraftstoff und Luft, themodynamisch vereint durch das Kraftstoff-Luftverhältnis Lambda (LAM)
      Es gilt für LAM < 1 = Luftmangel (fettes Gemisch), LAM > 1 = Luftüberschuss (mageres Gemisch). LAM = 1 bedeutet grob, dass sich genau soviel Luftmasse im Brennraum befindet wie notwendig ist um die Kraftstoffmasse komplett zu verbrennen.

      Wenn ich also im Diesel bei Volllast und Nenndrehzahl in Serie LAM = 1,3 messe, kann ich davon ausgehen dass ich für eine Leistungssteigerung nicht nur mehr Kraftstoffmasse brauche sondern auch mehr Luftmasse im Brennraum.

      Wie geht das?

      1. Luftmasse im Brennraum steigern:

      Einerseits kann die Ladelufttemperatur verringert werden, das sorgt aber für eine unangenehme Zunahme des Verbrennungsgräuschs (Diesel - Nageln) ausserdem ist das Tuning - Potential ohne Hardwareänderung eher homöopatisch.
      Das Mittel zur Wahl heißt: Ladedruck steigern - mit 2 problematischen Folgen.
      Erstens wird dadurch möglicherweise die Grenzdrehzahl des Turboladers überschritten, was unter Umständen die totale Zerstörung des Laders bedeuten kann und häufig auch einen kapitalen Motorschaden nach sich zieht.
      Zweitens wird dadurch der maximale Zylinderspitzendruck überschritten. Die möglichen und wahrscheinlichen Folgen heißen: Ausfall der Zylinderkopfdichtung ggf. auch Zylinderkopfriss.

      2. Kraftstoffmasse im Brennraum steigern:

      Gibt es ausreichend Luftmasse im Brennraum kommt jetzt der zusätzlich Kraftstoff ins Spiel. Mehr Kraftstoff bei der Verbrennung führt zum Anstieg der Gastemperatur im Brennraum und der Abgastemperatur vor Turbine des Turboladers T3. Zu hohe Gastemperaturen im Brennraum können zum Durchbrannt oder Schmelzen der Kolben führen. Steigt die T3 über einen zulässigen Wert, bekommt vor allem die VTG ein Problem, da die sich verzieht und anfängt zu klemmen. Der Turbolader stirbt dann mehr oder weniger schnell.

      PS: wenn hier im Forum von angeblich "sicheren 920°C Abgastemperatur" geschrieben wird, kann davon ausgegangen werden, dass das für einen VTG - Turbolader, gelinde gesagt, nicht gut ist.

      Zurück zum Thema, um das T3 Problem zu umschiffen, kann die Dauer für die Einspritzung und Gemischbildung verkürzt werden. Das Mittel hierzu: Raildruck steigern. Die Folge ist ein mögliches Bersten der Bauteile des Einspritzsystems.

      Ich hoffe das hilft um Licht ins Dunkel zu bringen.

      Dieser Beitrag wurde bereits 5 mal editiert, zuletzt von „ich-und-du“ ()

      Ich habe mich für eine morgige Leistungskur entschieden. Und ich muss sagen, ich werd sehen was passiert.

      Es gibt so viele die 100000km und mehr mit Leistungssteigerung fahren und keinerlei Probleme damit haben und dann wieder die, die von ständigen Schäden berichten (aber nicht selbst erlebt haben).
      Andererseits muss ich doch auch mal noch ein anderen Aspekt dazu werfen...

      Es gibt auch "wahnsinnig viele" die ohne eine Leistungssteigerung Motorschäden, Tuboverbschiedungen oder ähnliches erlebt haben. Wäre das mit Leistungssteigerung auch passiert??? :D :P

      Ich denke es kommt auch sehr auf auf die Fahrweise an und diese liegt nun einmal in erster Instanz im Warmfahren sowie im Kaltfahren! Weiter kann man keinen Motor, ob leistungsgesteigert oder nicht, über ewig lange Zeit unter Vollast fahren ohne Verschleißteile übermäßig zu strapazieren. Es sind einfach so viele Faktoren.

      Somit soll doch einfach jeder selbst entscheiden und seine eigenen Erfahrungen sammeln. Meinungen sind gut und schön aber helfen Sie denn wirklich in diesem Fall (Leistungssteigerung allgemein) bei der Entscheidungsfindung?

      Z.B.:
      1. Ein Member fragt ob er eine Leistungsteigerung durchführen soll oder nicht. Als Antworten erhält er eine reine Entleerung voller empörter Antworten warum das schlecht ist und entscheidet sich dagegen.
      2. O. g. Member fragt das selbe und in den nächsten Beiträgen schwärmt man Ihm aus allen Ecken vor wie toll das sei und man könne dabei sogar noch Sprit sparen. Er entscheidet sich dafür.
      FRAGE: Ist das jetzt ein Garant dafür einen Motorschaden zu erleiden?
      Hier geht es zu André's graue Welle in den Showroom

      Octavia III VIRS COMBI TDI DSG, stahl-grau

      Der Beitrag ist zwar etwas älter aber ich wollte gerne noch erzählen das ich auf meinem alten Octavia 2 Tdi Rs eine Racechip bei ca 30TKM eingebaut habe und das ding ist ohne große Probleme mittlerweile bei 293TKM angekommen.
      Gestern habe ich mich für den neuen Octavia 3 RS TDI entschieden und auch direkt eine Box von Speed-Buster eingebaut.
      octavia-rs.com/wbb/wcf/images/…/photo-10035-965f457a.jpg

      Octavia RS CR 6 Gang DSG

      Gruß Volker aus Heppenheim
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